Altstadtfest Kaiserslautern 2015 | Großartiges Echo in der Rheinpfalz für RT 35

"Super Caipirinha – in Brasilien nicht besser" Dem ist eigentlich Nichts mehr hinzuzufügen. Die Reporter der Rheinpfalz sind sich einig: Den besten Caipi beim Alststadtfest in Kaiserslautern gab es bei RT 35!

 

 

PFÄLZISCHE VOLKSZEITUNG, KAISERSLAUTERN, 06.07.2015

 

 

 

Lauter vergnügte, lauter gut gelaunte Menschen

 

 

 

Sechs RHEINPFALZ-Promi-Reporter haben sich unter das

Feiervolk des Altstadtfests gemischt ? und berichten davon

 

 

 

Ein Blick aufs Altstadtfest: Die RHEINPFALZ-Redaktion hat

in diesem Jahr wieder Promi-Reporter auf die große Sause in der Altstadt

geschickt. Der Schauspieler Rainer Furch und die Autorin Madeleine Giese, der

frühere Leiter des Albert-Schweitzer-Gymnasiums, Max Laveuve, der ECE-Center-Manager

Christian Andresen, der Direktor des Instituts für pfälzische Geschichte und

Volkskunde, Roland Paul, der SPD-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Andreas

Rahm, und Klaus-Dieter Brehm von der Latwerch-Bänd stürzten sich in das

schweißtreibende Fest zwischen Martinsplatz und Mainzer Tor. Und hier ihre

reporterliche Ausbeute.

 

 

 

Sabine oder wer auch immer ...

 

 

 

Martinsplatz / Sekt: „Prost aufs Altstadtfest.“ - „Prost.

Die da vorne ist doch die Sabine.“ - „Welche Sabine?“- „Na, die mit dem Dings

zusammen ist.“ - „Welchem Dings?“ - „Na, mit dem aus Morlautern, äh Dansenberg

oder Hohenecken.“ - „Ach der! Aber das ist nicht die Sabine. Also das ist sie

schon, aber die heißt nicht Sabine.“ -„Olli, so heißt er. Nicht Sabine?“

 

 

 

Unionsplatz / Pils: „Pils auf Sekt, das schmeckt. Prost.“

- „Schön warm. Passend zum Wetter. Guck mal, da ist Deine Sabine schon wieder.“

- „Nee, die heißt wirklich nicht Sabine. Und die ist auch nicht mehr mit dem

Olli zusammen.“ - „Der hieß auch gar nicht Olli. Der hieß Ulli.“ - „Und der kam

aus Hochspeyer. Gärtner, nein, Architekt. Oder beides.“ - „Dein

Personengedächtnis ist echt phänomenal.“ - „Prost.“

 

 

 

Stockhausplatz / 2. Pils: „Klasse, richtig kalt das Pils.

Gabi!“ - „Nein, irgendwas mit S. Susi!.“ - „Sara. Silvia. Sigrid. Salome.

Sonja. Sieglinde.“ - „Da ist sie ja wieder. Ich frag sie jetzt.“ - „Du spinnst,

wenn wir die kennen, können wir doch nicht fragen, wie sie heißt.“ - „Da hinten

ist doch ihre Freundin, die, weißt schon, die … ich frag die.“ - „Die Dings?“ -

„Genau!“

 

 

 

Wadgasserhof / 3. Pils: „Cheers. Gut was los. Schön wie

immer.“ - „Feigling!“ - „Du hast den Namen von ihrer Freundin doch auch nicht

gewusst.“ - „Ich merk mir keine Namen, dafür vergesse ich auch alle Gesichter.“

- „Also ich heiße Rainer.“ - „Siehst Du, schon immer hat es mich interessiert,

wie der Kerl heißt, neben dem ich jeden Morgen aufwache.“ - „In den letzten 20

Jahren hättest Du ja mal fragen können.“ - „Jetzt weiß ich es. Anja!“

 

 

 

Mainzer Tor / Frozen Margarita: „Anja. Anja. Anja. Ich

weiß es! Ich weiß es!“ - „Susi. Um was wetten wir?“ - „Um den nächsten

Margarita.“ - „Dann geh schon mal bestellen.“ - „(flüsternd) Guck da.

(schreiend) Anja!“ - „Glaub, sie ignoriert Dich. Oder sie hat ihren Namen

vergessen.“ -„Vielleicht ist sie anonym hier. Unter Pseudonym. Vielleicht hat

sie sich mit Ullis bestem Freund eingelassen und möchte nicht, dass man sie

erkennt. Sie hat auch gefärbte Haare. Vielleicht hat sie Ulli umgebracht. Oder

Olli. Auf jeden Fall heißt sie Anja.“ - „Ich hol mal ein Wasser.“ - „Ach nö,

jetzt wird’s gerade spannend.“

 

 

 

Erbsengasse / Absacker: „Ich glaub, das war sie gar

nicht.“ - „Also ich jedenfalls habe die Frau noch nie gesehen.“ (beide):

„Prost!“

 

 

 

Rainer Furch und Madeleine Giese

 

 

 

Die Feier-Hauptstadt der Pfalz

 

 

 

Kaiserslautern scheint eine Feier-Hochburg zu sein. Nach

der gelungenen Langen Nacht der Kultur vor drei Wochen jetzt also das

Altstadtfest, dieses Jahr auch noch bei tropischen Temperaturen: im Urlaub am

Mittelmeer kann es nicht schöner sein!

 

 

 

Beeindruckend die ungeheure Zahl von Ständen und

kulinarischen Angeboten, der Vereine, die sich präsentieren; dazu die vielen

Musikbühnen mit renommierten Bands und Solisten, die jedem Geschmack und jedem

Alter gerecht werden. Und das alles verteilt auf die gesamte Altstadt – ein

ganzer Stadtteil als ein einziger Festplatz! Man kann nur ahnen, wie viel

Arbeit und oft auch freiwilligen Einsatz das erfordert.

 

 

 

Aber alles wäre umsonst, wenn da nicht die riesige Schar

von Gästen wäre, die sich auf das Fest freuen, die gerne kommen, um dabei zu

sein, um alte Freunde zu treffen oder neue kennenzulernen. Leben heißt nun

einmal Begegnung mit Menschen. Und genau das ist die Stimmung, die man bis spät

in die Nacht spüren kann.

 

 

 

Trotz Lebensfreude und Feierlaune sollen aber auch die

nicht vergessen werden, die Hilfe brauchen. Stellvertretend für viele, die

helfen, wo man sie braucht, ist da etwa der kleine Stand von „Mama/Papa hat

Krebs“, einer Organisation, die mit freiwilliger Hilfe Familien und Kindern in

akuten Notsituationen beisteht.

 

 

 

Wer sich abends um zehn von den Seitengassen in den

Malstrom der Feiermeile vom Martinsplatz zum Kaiserbrunnen wagt, der kann bis

spät in der Nacht nur noch hoffen, dass es ihn in die richtige Richtung zieht –

so wichtig ist das aber gar nicht: Gelacht und gefeiert wird überall. Irgendwie

ist Kaiserslautern eben doch die Feier-Hauptstadt der Pfalz! Max Laveuve

 

 

 

Fest mit Urlaubsgefühl

 

 

 

Der Auftakt vom Altstadtfest war ein willkommener Anlass,

um mein Team vom Center Management vom „K in Lautern“ auf ein kaltes Getränk

einzuladen. Wir trafen uns gegen 21 Uhr und bei zirka 37 Grad am Martinsplatz.

Die erste Station war das „Maria Callas“; wir ergatterten Tische und Stühle, um

mit zwölf Personen Platz zu finden und das Geschehen beobachten zu können. Wir

freuten uns über die vielfältige Live-Musik. Es ertönte „Nothing else matters“

und „Über sieben Brücken musst du gehen“. Wir diskutierten ausführlich, aber

ergebnislos darüber, ob der letztgenannte Song dem Gere Schlager oder eher

Deutschrock zuzuordnen sei.

 

 

 

Inzwischen war unsere Runde noch mehr gewachsen, uns

unbekannte Personen setzten sich an unseren Tisch und stiegen in unsere

Gespräche ein. Ich dachte mir, die Lauterer sind ein aufgeschlossenes und

kontaktfreudiges Volk. Ich fühlte mich wie im Urlaub, lauter vergnügte, gut

gelaunte Menschen, Live-Musik und über 30 Grad. Ich entdeckte sogar eine

Kaffee-Spezialität auf der Speisekarte, die ich sonst nur aus dem

Griechenland-Urlaub kannte: „Freddo Cappuccino“, ich wusste nicht, dass man den

auch in Deutschland bekommt.

 

 

 

Später schlenderte ich über den Platz, traf einige

Bekannte und unterhielt mich, die Stimmung war richtig gut. Ich schaute bei den

Brüdern des Italieners meines Vertrauens, Firenze, vorbei, tauschte mich mit

ihnen aus. Auf meinem weiteren Weg die Steinstraße hinauf herrschten noch immer

tropische Temperaturen. Auf Höhe des Stockhausplatzes waren zwei große

Ventilatoren aufgestellt, die mit einer Wasserdampfvorrichtung versehen waren,

um den Besucherinnen und Besuchern eine Erfrischung zu bescheren – ich war

begeistert und verweilte dort einige Zeit mit meinen Freunden. Neben dieser

Erfrischungsoase wurden Lachse am offenen Feuer geräuchert, wir konnten nicht

widerstehen und stärkten uns mit dieser Köstlichkeit. Auf der Bühne am

Stockhausplatz spielte eine Cover-Band, die plötzlich stoppte. Es war 23 Uhr

und auf dem gesamten Altstadtfest wurde es auf einmal still. Man erklärte mir,

dass um diese Uhrzeit keine Musik mehr gespielt werden durfte, ich war

verwundert und auch etwas enttäuscht. Die Tausenden von Menschen wirkten auf

mich, als wollten sie noch Stunden tanzen, mitsingen oder einfach der Musik

zuhören.

 

 

 

Bevor ich nach Hause ging, zog ich Bilanz von meinem

zweiten Altstadtfest in Kaiserslautern: Ich habe fröhliche und aufgeschlossene

Menschen erlebt, getroffen und kennen gelernt, schöne Musik gehört,

kulinarische Highlights erlebt und ein wirklich schönes Wochenende gehabt, bei

dem ein echtes Urlaubsgefühl aufkam.

 

 

 

Christian Andresen

 

 

 

Super Caipirinha – in Brasilien nicht besser

 

 

 

Habe das Fest dieses Mal nur in der Nacht zum Samstag und

am folgenden Nachmittag erlebt. Zuerst genoss ich am Stand der Kirchengemeinde

St. Martin einen vorzüglichen Flammkuchen, um dann durch die Steinstraße zu

flanieren. Hängen blieb ich ? wie meistens ? am Stand von Round Table oberhalb

des Wadgasserhofes. Hier gab’s wieder einen super Caipirinha ( besser gibt's

ihn auch in Brasilien nicht!) . Aber auch die Margaritas erfreuten sich hier

eines guten Zuspruchs. Den probierte ich dann am nächsten Tag. Angesichts der großen

Hitze war das Altstadtfest am Samstagnachmittag wie leer gefegt, kaum Zuhörer

bei den diversen musikalischen Darbietungen im Freien. Gut besucht hingegen war

das Kirchencafé in der Alten Eintracht, eine Oase der Ruhe und angenehm kühl.

Bei wunderschönem Harfenspiel sowie Musik mit Dudelsack, Gitarre und Flöte,

vorgetragen von Schülerinnen und Schülern der Emmerich-Smola-Musikschule,

konnte man sich an dem herrlichen Kuchenbuffet laben und am Ende noch die gute

Marmelade des protestantischen Frauenvereins erwerben. Ein unschönes Bild

bietet sich mir stets beim frühmorgendlichen Blick aus dem Fenster, ehe die

städtischen Kehrmaschinen anrollen. Der Martinsplatz übersät mit Plastikbechern

und anderem Müll. Ich frage mich immer wieder, was das für Menschen sind, die

ihren Abfall einfach auf den Boden werfen. Ob da nicht genügend Müllbehälter

waren? Man sollte Pfand erheben auf die Plastikbecher! Das hat sich beim

Rheinland-Pfalz-Tag in Ramstein bewährt!

 

 

 

Roland Paul

 

 

 

Jedes Los ein Gewinn

 

 

 

Altstadtfest in Kaiserslautern – bevor ich jedoch mit

meiner Frau Elke, meiner Tochter Trixi und Freunden am vergangenen Wochenende

feierte, stellte ich mich am Freitagabend erst einmal in den Dienst der guten

Sache. Für den Förderverein „Mama / Papa hat Krebs“ Kaiserslautern habe ich

Lose verkauft. Beides hat eine schöne und lange Tradition in Kaiserslautern,

das Altstadtfest wie die Tombola des Fördervereins. Trotz der heißen

Temperaturen habe ich fast 200 Lose mit viel Spaß unter die Leute gebracht!

„Jeder gewinnt mit dem Los!“, war mein Verkaufsmotto. „Sie vielleicht einen

schönen Preis, aber auf jeden Fall die Kinder und Jugendlichen, die der

Förderverein mit dem Erlös aus der Tombola unterstützt, wenn ihr Leben durch

die Krebsdiagnose eines Elternteils aus den Fugen geraten ist. Das geht von

Sprechstunden bis hin zu Auszeiten, in denen sie eine unbeschwerte Zeit

verbringen können.“ War mein Credo. Da habe ich wirklich gerne geholfen. Im

Anschluss habe ich mir beim Stand der Stadtgarde Kaiserslautern, im Innenhof

des Theodor-Zink-Museums erst einmal ein kühles Getränk gegönnt.

 

 

 

Andreas Rahm

 

 

 

Rock’n’Roll mit Händen und Füßen

 

 

 

Erst ziemlich spät, so gegen 21 Uhr, zog es mich am

Freitag in die Bruthitze zum Altstadtfest. In der Erbsengasse hatte sich das

Fan-Volk von Pink Floyd versammelt. Dort bekam man dann auch authentische und

sehr gut vorgetragene Musik der KL-Band eKLipse geboten. Leider vermischten

sich dort die Klänge mit der Nachbarbühne im Pfarrgarten, so dass mir die Bühne

in der Salzstraße mehr Hörgenuss brachte. Zunächst suchte man die Band und war

dann total überrascht, alleine Minnie Marks vorzufinden. „Die geht ab wie e

Mopedche“, meinte mein Nachbar. Rotzig, süßer Rock’n’Roll, mit Händen und Füßen

dargeboten, hohe Fingerfertigkeit und den gewissen Dreck in der Stimme, klasse.

Der Heimweg war mit schweißgebadetem Menschenfleisch gepflastert, Verstopfung

gab es nur in der Steinstraße. Bei Superstimmung im Pfarrgarten heizte dort

Fanhouse play’s Pink den Fans ordentlich ein.

 

 

 

Samstag – heiß, wieder im Pfarrgarten bei King-Lux, den

Gewinnern des Green-Sound-Bandbattle. Ganz stark, interessante Elektrosounds,

gepaart mit Gitarre, Schlagzeug und Bass. Sehr guter Gesang. Selbstgemachte

Songs und nicht alltägliche Covers mit eigenen Arrangements. Nicht jedermanns

Sache, muss ja nicht sein. Auf der Nachbarbühne ertönt Dreiklang mit teilweise

auch selten gecoverten Klassikern des Pop und Rock und auch in deutscher

Sprache, klasse Stimmung. Für mich kam dann das Beste – Junges Theater – Das

Tierreich auf der klimatisierten Werkstattbühne im Pfalztheater –

Superspitzenklasse.

 

 

 

Klaus-Dieter Brehm